Sassuolo, Italien

Sassuolo, Italien

Sassuolo Italien

Sassuolo (emilianisch-romagnolisch: Sasôl) ist eine Industrie­stadt mit 41.641 Einwohnern in der Provinz Modena, 17 km südlich der Stadt Modena, in der italienischen Region Emilia-Romagna. Sie ist Teil des sogenannten „Comprensorio delle ceramiche“, eines traditionellen Industriegebiets, das nach dem Zweiten Weltkrieg entlang des Secchia-Tals eine starke Expansion erlebte. Ihr Wohlstand beruht darauf, dass sie jahrzehntelang das italienische und weltweite Zentrum der Fliesenproduktion war. Allerdings wurde die Stadt durch die Herstellung billigerer Fliesen zunächst in Spanien und später in China in Mitleidenschaft gezogen. Seit den 1950er-Jahren hat sich ihre Einwohnerzahl dank des Booms der Keramikindustrie und der Zuwanderung nahezu verdreifacht – zunächst aus dem emilianischen Apennin, dann aus Süditalien und in den letzten Jahren auch aus dem Ausland. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt der Herzogspalast von Sassuolo, der im 17. Jahrhundert als Sommerresidenz der Herzöge d’Este vollendet und ausgestattet wurde. Architekt war Bartolomeo Avanzini (1634), die Innenfresken stammen vom französischen Barockmaler Jean Boulanger sowie von Angelo M. Colonna und Agostino Mitelli. Er besitzt ein großes Becken, das von künstlichen Ruinen, dem sogenannten „il fontanazzo“, umgeben ist. Erwähnenswert sind außerdem der Sala della Fortuna, die Camera dell’Amore, die Camera delle Virtù estensi, die Camera del Genio sowie die Galerie und der Salone delle Guardie.
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